Fast ein Viertel der Haushalte in Österreich hat keine Ersparnisse

16. Apr 2018 in 10:55

Nahezu jeder vierte Haushalt in Österreich hat keine Ersparnisse. Trotzdem kommen die Österreicher vergleichsweise gut über die Runden. Auch die Partner verheimlichen ihre Ersparnisse.

Die Österreicher sparen weniger. Trotzdem kommen die Österreicher vergleichsweise gut über die Runden. Insgesamt hat knapp ein Viertel (24 Prozent) der heimischen Haushalte kein Geld auf der hohen Kante liegen, geht aus einer Umfrage der Bank ING-Diba hervor. In Wien hingegen sind es bedeutend weniger, nämlich 22%. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während 31 Prozent der Frauen keinen Notgroschen parat haben, sind es bei den Männern nur 17 Prozent.

Regional betrachtet sind die Finanzpolster jedoch unterschiedlich groß. Kärntner und Burgenländer hätten besonders mit finanziellen Engpässen zu kämpfen. Jeder Zweite fühlt sich im östlichsten Bundesland mit der Höhe der Ersparnisse nicht wohl. 63 Prozent der Haushalte können ihre Lebenshaltungskosten immer decken, vor allem bei den Steirern (68 Prozent) sei „immer genug zum Leben da“.

Und wenn sie sparen, dann mit Sparbuch. Rund 75 Prozent der Österreicher (2006 waren es 71 Prozent) setzen laut einer Umfrage der Erste Bank noch immer auf das Sparbuch. Wobei mittlerweile 46 Prozent der Befragten ihr Geld auf dem Girokonto wegen geringer Zinsen liegen lassen. Gestiegen ist auch der Anteil derer, die Wertpapiere halten.

Wofür wird gespart?

Laut dieser Umfrage sparen die Österreicher im Schnitt 239 Euro im Monat. Aber wofür sparen die Österreicher eigentlich? Hauptgrund ist nach wie vor der Notgroschen (82 Prozent). Bei anderen Gründen gab es zuletzt Veränderungen. Für eine Renovierung wollen 39 Prozent (plus 18 Prozentpunkte) etwas zurücklegen, 30 Prozent (plus 16) sparen für kleine Anschaffungen wie Computer oder Fernseher. Um für überraschende Ausgaben gewappnet zu sein, sollte man „um die drei Nettomonatseinkommen“ kurzfristig zur Verfügung haben, raten Experten.

Kleine finanzielle Geheimnisse

Dass Ehrlichkeit die Basis jeder guten (Liebes)beziehung ist, ist allgemein gültig. Dass die Praxis oft anders aussieht, wohl auch. Auch in Geldangelegenheiten, wie eine aktuelle Umfrage der ING-DiBa zeigt. So gab fast ein Viertel der befragten 1.000 Österreicher zu (24 %) zu, ein Bank- oder Sparkonto zu besitzen, von dem der Partner nichts weiß. Damit liegt die Alpenrepublik – nach der Türkei (28 %) – europaweit an zweiter Stelle in Sachen „finanzielles Geheimnis“.

 

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