Polizei und Stadt kontrollieren Hundehaltung in Wien

26. Mai 2018 in 01:26

Ab 17. Mai bis Ende Mai 2018 verstärkte Kontrollen für Hundehalterinnen und Hundehalter in Wien. Kontrolliert werden die Leinen- oder Beißkorbflicht, das Chippen und der verpflichtende Hundeführschein.

Am 17. Mai 2018 startete eine Schwerpunktaktion in Sachen Hundehaltung. In den nächsten beiden Wochen werden vor allem die Leinen- und Maulkorbpflicht, das Chippen und der verpflichtende Hundeführschein kontrolliert.

Mehrmals pro Jahr führt die Wiener Polizei in Zusammenarbeit mit der Abteilung Veterinärdienste und Tierschutz (MA 60) Schwerpunktkontrollen in Sachen Hundehaltung durch.

Tierschutzstadträtin Ulli Sima: „Ich freue mich, dass sich der Großteil der HundehalterInnen an die gesetzlichen Regelungen hält – dafür bedanke ich mich an dieser Stelle. Mir ist das friedliche Miteinander von Mensch und Hund in der Stadt ein zentrales Anliegen und dieses Miteinander funktioniert eben nur, wenn sich alle an die Spielregeln halten.“

Leinen, Chips und Hundeführscheine werden kontrolliert

Bei den Überprüfungen bis Ende Mai steht die Einhaltung der Leinen- beziehungsweise Beißkorbpflicht im Mittelpunkt, aber auch das Chippen wird kontrolliert. Bislang haben 6.359 Personen, den verpflichtenden Hundeführschein absolviert. Die Regelungen zum verpflichtenden Hundeführschein kontrolliert die Polizei das ganze Jahr über streng.

Leinen- oder Beißkorbpflicht in Wien
In Wien müssen alle Hunde an öffentlichen Orten einen um den Fang geschlossenen Maulkorb tragen oder an der Leine geführt werden. Öffentliche Orte sind etwa Straßen und Plätze, aber auch öffentlich zugängliche Teile von Häusern, Höfen oder Lokalen. In öffentlich zugänglichen Parks und auf gekennzeichneten Lagerwiesen müssen Hunde immer an die Leine. Maulkorbpflicht herrscht an öffentlichen Orten, wo üblicherweise viele Menschen anzutreffen sind, etwa in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants oder bei Veranstaltungen. In den Öffis herrscht Maulkorb- und Leinenpflicht.

Sackerl fürs Gackerl
Auch die Entfernung der Hinterlassenschaften der Vierbeiner zählt zu den Spielregeln. Die gesetzlichen Bestimmungen werden von den WasteWatchern das ganze Jahr über kontrolliert. 50 Euro Strafe werden bei Missachtung fällig. In Wien sind rund 3.600 Sackerlautomaten mit Gratis-Sackerl aufgestellt und jährlich werden rund 36,5 Millionen Sackerl ausgegeben.

Hundezonen und Hundebadeplätze
Das Angebot für Hunde in der Stadt ist groß. In Wien gibt es etwa 176 Hundezonen und Hundeausläufe eingerichtet. Pro Hund gibt es fast 21 Quadratmeter Auslauffläche.

Für die heißen Sommertage stehen mehrere Hundebadeplätze zur Verfügung.

 

„Sozialtafel für Haustiere“

Österreich denkt an alles, so natürlich auch an die geliebten Haustiere. Sollten Sie Ihren Arbeitsplatz verlieren, sich von Ihrem Partner trennen oder in eine andere schwierige Situation geraten, hilft die freiwillige Organisation Futterbox Österreich den Haustierbesitzern.
Haustiere, egal ob Hund, Katze oder eine anderes Tier, geben ihrem Besitzer viel Freude, Zufriedenheit und Liebe, aber sollte das Herrchen oder Frauchen in einer schwierigen finanziellen Lage sein, so betrifft das auch die Haustiere. In Wien findet seit Dezember 2013 das Projekt „Sozialtafel für Haustiere“ statt, und bietet Haustierbesitzern Unterstützung sollten sie sich in einer finanziellen Notsituation befinden. Die Sozialtafel beinhaltet die kostenlose Vergabe von Tierfutter, sowie Zubehör und wird an speziellen Terminen vergeben.
Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Sozialtafel für Haustiere sind folgende:

  • Wohnsitz in Österreich
  • Nachweis über ein geringeres monatliches Einkommen von:
    • 870 € (Einpersonenhaushalt)
    • 1.300 € (Zweipersonenhaushalt)
    • +110 € (für jede zusätzliche Person im Haushalt
  • Sie haben das Haustier bereits vor der finanziellen Notlage besessen

Hundesteuer
In Wien muss jeder Hundebesitzer die sogenannte Hundeabgabesteuer entrichten, insofern es sich nicht um einen Behindertenhund handelt. Diese Regelung gilt für jeden Hundebesitzer, dessen Hund älter als 3 Monate ist.
Die Anmeldung des neuen Hundes muss innerhalb von 14 Tagen, nachdem der Hund das 3. Lebensmonat erreicht hat, schriftlich durchgeführt werden. Das Formular finden Sie entweder zum Download oder kann telefonisch unter 01 4000-07620 bestellt werden. Nach der erfolgreichen Anmeldung bekommen Sie einen Zahlschein mit der Post zugesand.
Die Höhe der Hundeabgabesteuer ist abhängig von der Anzahl der Hunde in einem Haushalt bzw. einer Firma:

  • 72 € jährlich für den ersten Hund
  • 105 € jährlich für jeden weiteren

Hundeführerschein 

Die Besitzer bestimmter Hunderasse müssen einen Hundeführerschein besitzen. Die Statistiken zeigen, dass seit Einführung dieser Regelung die durch Hunde verursachten Verletzungen bzw. Bisse um zwei Drittel zurückgegangen sind. Die Strafe für den Besitz bestimmter Hunderassen (Listenhunde) ohne Hundeführerschein kann bis zu 3.500 € teuer sein.

Der Hundeführerschein ist das Resultat der Volksbefragung aus 2010, bei welcher die Mehrheit der Befragten für eine Einführung stimmten. Seit damals müssen die Besitzer folgender Rassen über einen Hundeführerschein verfügen: Rottweiler, Pitbullterrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Mastino Napoletano, Mastin Espanol, Fila Brasileiro, Mastiff, Bullmastiff, Tosa Inu i Dogo Argentino.

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