Mehr Personal für mehr Sicherheit bei den Wiener Linien

24. Apr 2018 in 23:52

Seit August vergangenen Jahres patrouilliert eine eigene Securitytruppe in den Stationen der Wiener Linien. Bis Ende 2019 sollen 120 speziell ausgebildete Mitarbeitern unterwegs sein. Was dürfen sie und was dürfen sie nicht?

Die Wiener Linien sind sehr beliebt bei den Wienerinnen und Wienern. Immer mehr Menschen steigen auf die öffentlichen Verkehrsmittel um. Sie transportieren täglich 2,6 Millionen Fahrgäste, im Jahr 2017 waren es fast eine Milliarde. Auch die Sicherheit der Gäste ist den Betreibern ein großes Anliegen. Daher werden bis 2019 insgesamt 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Bahnsteigen und in den Fahrzeugen unterwegs sein und sich ausschließlich um Sicherheit der Fahrgäste kümmern. Was sie nicht machen dürfen ist, Hilfssheriffs zu spielen.

(c) Wiener Linien

Das Security-Team kümmert sich um die Einhaltung der Hausordnung. Ziel ist es, in schwierigen Situationen deeskalierend einzugreifen. Sie verweisen jene Menschen der Stationen und Züge, die sich dort nicht zu Beförderungszwecken aufhalten, andere Fahrgäste belästigen oder sich nicht an die Hausordnung halten.

Das dürfen die Security-Mitarbeiter:

  •         Ein Pfefferspray zum Eigenschutz mitführen, der soll allerdings nur im Notfall zur Anwendung kommen.
  •         Die Einhaltung der Hausordnung überprüfen, also etwa das Rauchverbot oder das Fahren mit Skateboard im Stationsbereich.
  •         Jene, die sich nicht konform verhalten, zum Aussteigen oder Verlassen der Station auffordern.
  •         Personen anhalten bis zum Eintreffen der Polizei wenn eine strafbare Handlung vorliegt.

Das dürfen sie nicht:

  •         Hilfssheriffs spielen. Artet eine Situation aus, wird die Polizei gerufen.
  •         Tickets kontrollieren – dafür sind weiter die „Schwarzkappler“ zuständig.
  •         Ausweiskontrollen machen. Das tut im Notfall die gerufene Polizei.
  •         Eingreifen in gewalttätige Auseinandersetzungen, wie Schlägereien. Da wird die Polizei gerufen.

Sollte es Personen geben, die dauernd und immer wieder gegen die Regeln der Wiener Linien verstoßen, so besteht die Möglichkeit, dass ihnen die Jahreskarte nicht mehr ausgestellt wird.

Mehr Sicherheit durch Videoüberwachung

in den Stationen und Fahrzeugen der Wiener Linien gibt es rund 11.000 Kameras im Einsatz. In allen 104 U-Bahnstationen und im Großteil der Züge gibt es bereits Videoüberwachung mit 2.200 Kameras, der weitere Ausbau in Straßenbahnen und Bussen läuft. Auch die Aufzüge in den Stationen sind mit Videokameras ausgestattet, das sind insgesamt rund 550 Kameras.

Ausgewertet werden die Bilder von der Polizei, die Aufklärungsraten sind sehr hoch.

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