Was plant die künftige Regierung im Bereich Bildung und Schule?

29. Nov 2017 in 09:23

Gestern haben die Chefs der ÖVP und FPÖ Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Bildung verkündet.

Für Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, sind große Änderungen vorgesehen. Neben den Deutschkenntnissen vor dem Schuleintritt wollen diese Politiker statt Schulpflicht eine Verpflichtung zur Bildung einführen. Der künftige Bundeskanzler Kurz möchte, dass kein junger Mensch nach 9 verpflichtenden Schuljahren die Schule verlassen kann, ohne die „Grundkompetenzen“ Lesen, Schreiben, Rechnen und die Kreative Kompetenz in ausreichendem Ausmaß zu beherrschen. Wem es bis 15 Jahren nicht gelingt, der soll so oder so bis zum 18. Lebensjahr seine Bildung fortsetzen, um das zu erreichen.

 

Klassisches Notensystem (wieder) gleich ab der 1. Klasse Volksschule

Die Koalitionspartner möchten zurück zur „Notenwahrheit“ schon ab der 1. Klasse Volksschule. Es kehrt also das klassische Notensystem (1 bis 5) in alle Schulen und Klassen zurück. Bisher wurden die Volksschulkinder in vielen Schulen erst in der vierten Klasse mit echten Noten beurteilt, und bis dahin gab es nur „Beschreibung der Leistung“. In gewissen NMS gibt es sogar sieben verschiedene Noten.  Kurz ist der Meinung, dass die (Wieder)Einführung der klassischen Schulnoten den Schülern mehr Gewissheit über die eigene Leistung und den Lehrern die Möglichkeit zum Vergleich biete und dass es deshalb gut sei.

Vor dem Schuleintritt werden die Kinder, die nicht gut Deutsch können, zwei Jahre im Kindergarten verbringen müssen (wenn beim Test festgestellt wird, dass sie das brauchen). Die Schüler ohne aushreichende Deutschkenntnisse werden in Sonderklassen vorbereitet und  auch am Nachmittag und sogar in Sommerferien Deutsch lernen müssen.

Am Ende der 3. Klasse Volksschule wird es einen verpflichtenden „Talentencheck“ geben. Am Beginn des siebten Schuljahres (also 3. Klasse Unterstufe Gymnasium bzw. NMS)  werden die Schüler einen „Chancenpass“ bekommen. Es wird das Erreichen der Bildungsstandards auch durch die zusätzlichen Tests überprüft, damit man ihnen die Wahl des weiteren Schulweges erleichtern kann (Verbleib im Gymnasium/Lehre/NMS). Religion wird an den Schulen weiterhin unterrichtet werden und wer sich abmeldet wird Ethik haben müssen. 

Fortbildungsverpflichtung auch für die Lehrer

Die Lehrer werden verpflichtet werden, sich weiter zu bilden, aber nur in den unterrichtsfreien Zeiten. Es wird ebenso eine flächendeckende Beurteilung der Lehrer seitens der Schüler geplant. Die Anzahl der Ganztagsschulen soll weiter wachsen und man will täglich eine Stunde Sport realisieren.

Alle bestehenden Schulgesetze sollen in nur einem Bildungs- und einem Pädagogengesetz zusammengefasst werden.

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