Nikola Tesla: „Singenden“ Transformator im Technischen Museum Wien

04. Mai 2019 in 00:23

 Der „musizierende“ Tesla-Transformator, der erste dieser Art in der EU, kann im Technischen Museum Wien bestaunt werden.

(c) Technischen Museum Wien

Dank der Unterstützung von Wien Energie kann man im Technischen Museum Wien auch den „singenden“ Tesla-Transformator, den ersten dieser Art in der EU, betrachten. Die Organisatoren des Projektes haben zusammen mit dem Hersteller, der Firma Effektschmiede aus Köln, dieses Museumsprojekt, den Tesla- Transformator welcher Hochspannungsstrom und somit Blitze erzeugt, realisiert.

Die Entladungen des „singenden“ Tesla-Transformators haben eine spezielle Funktion, sie erzeugen Töne. Im Rahmen der Experimente können die BesucherInnen der Show das „Singen“ des Tesla-Transformators live erleben. Die besondere Art den Strom zu leiten erzeugt hierbei die Töne und ermöglicht es dem Tesla-Transformator Lieder wie den Donauwalzer, „Take-Five“ oder „Smoke on the Water“ zu spielen.

Neben der Musik können mittels einem Mikrofon auch die erzeugten Blitze via Stimme gesteuert werden – eine einzigartige Möglichkeit im Technischen Museum Wien.

Die Termine der Hochspannungsvorführung finden Sie auf der Website des Wiener Technischen Museums.

Neben der neuen Attraktion werden im Technischen Museum Wien interessante Hochspannungs-Experimente durchgeführt, viele von diesen zählen zu den Entdeckungen Nikola Teslas: Wie man eine Glühbirne ohne Stromkabel zum Leuchten bringt, oder wie man Blitze erzeugen kann, warum Kindern die Haare nach dem Rutschen zu Berge stehen und noch vieles mehr zum Thema Elektrizität in der Natur und Technik.

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Nikola Tesla wird als einer der bedeutendsten Wissenschaftler und Erfinder der Menschheitsgeschichte betrachtet, welcher die Erde „erleuchtet“ hat. Ohne die Entdeckungen Teslas würde keine elektrische Maschine, sowie kein modernes elektronisches System (z.B Satellit, Fernseher, Video, Radio und Computertechnologie) funktionieren.

In einem Interview für die New York Times im Jahre 1909, welches vom Magazin Popular Mechanics im Artikel „Wireless of the future“ veröffentlicht wurde, sagte Nikola Tesla folgendes:

„Bald wird es möglich sein, dass ein Geschäftsmann in New York Anweisungen diktiert, welche im gleichen Moment in London, oder anderswo getippt erscheinen. Es wird möglich sein, dass man mit egal wem an seinem Tisch sitzend telefonieren kann. Hierfür notwendig ist nur ein Instrument, welches nicht all zu teuer und nicht viel größer als eine Uhr ist. Dieses Instrument ermöglicht es, egal wo am Meer oder Festland bei einer Entfernung von tausend Meilen, mit anderen zu sprechen. Es wird ebenso möglich sein, dass man Reden oder Musik an die entferntesten Erdteile schickt. Dies trifft auch auf Bilder, Zeichnungen oder gedruckte Dinge zu, welche von einem zum anderen Ort transferiert werden können. Man kann mit Millionen von solchen Instrumenten aus einer einzigen Station agieren. Somit können die am weitesten entfernten Teile der Welt in Kontakt stehen. Das Lied eines großen Sängers, die Rede eines Politikers oder die Vorlesungen eines Wissenschaftlers können somit in dem verstreuten Publikum weltweit übertragen werden.“ (die erste Version dieses Interviews wurde 1908 dem Magazin Wireless Telegraphy & Telephony im Artikel „The Future of the Wireless Art“ gegeben)

All diese Dinge sind dem heutigen Computer- bzw. Handybenutzer möglich, via Internet.

Mehr über Nikola Tesla erfahren Sie in unserer Reportage über das Tesla-Symposium in Wien:

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