Bundesregierung erhöhte die Zuwanderungsquote!

11. Jan 2018 in 21:34

Österreichische Bundesregierung hat beschlossen, die Zuwanderungsquote für Drittstaatsangehörige für 2018 leicht zu erhöhen, die hauptsächlich Familienmitglieder der hier lebenden Ausländer betrifft.

Die österreichische Bundesregierung beschließt für jedes Kalenderjahr eine Zuwanderungsquote, die auf Grund der Meldungen der Bundesländer bestimmt wird. Es geht vorwiegend um die Plätze für die Familienmitglieder der Drittstaatsangehörigen (außerhalb der EU/EWE), die – bei der Erfüllung aller vorgeschriebenen Voraussetzungen – nur deshalb immer noch in der Heimat sind, weil es sich für sie kein Platz in der Jahresquote gefunden hat.

Das wird unter anderen auch die Staatsbürger Serbiens und Bosniens und Herzegowinas erfreuen, deren Familienmitglieder auf den Quotenplatz im Jahr 2018 hoffen. Je mehr Quotenplätze, desto kürzere Wartezeit auf offizielle Einwanderung.

Die Regel lautet nämlich, dass ohne Quotenplatz keine erfüllten Voraussetzungen gelten. Obwohl solche Menschen in den letzten Jahren nicht allzu lange warten müssen (einige Monate, in krassen Fällen auch mehr als ein Jahr), es ist rechtlich möglich auch bis zu 3 Jahren auf einen Platz zu warten, wenn es in den vorherigen zwei Jahren keinen finden konnte. Da sich in der Gesamtquote Plätze für Familienmitglieder der Menschen aus sehr vielen Ländern handelt, ist es nicht unüblich, etwas länger zu warten. Nach höchstens 3 Jahren müssen aber die Aufenthaltstitel erteilt werden, unabhängig davon, ob es Plätze gibt.

Es wurde also beschlossen, dass nächstes Jahr statt 5.800 (wie im vergangenen Jahr) 6.120 Personen (plus 320 Personen) nach Österreich einwandern dürfen. Eine große Anzahl der Plätze ist schon traditionell für das Bundeland Wien vorgesehen. Den Bericht zur geplanten Verordnung brachte Innenminister Herbert Kickl und der Ministerrat nahm sie an.

Die höchste Anzahl der Qoutenplätze ist für Familienzusammenführung vorgesehen (5.220, bzw. um 200 mehr als letztes Jahr). Es ist nicht sehr viel, es ist aber besser als nichts.

Die zweitgrößte Gruppe, die einen Quotenplatz 2018 ergattern könnte, sind Privatpersonen aus Drittländern, die ausreichend situiert sind und in Österreich nicht arbeiten wollen. Für sie gibt es nächstes Jahr 445 Plätze.

Saisonniers und Erntehelfer

In Österreich werden auch in diesem Jahr 4.000 Saisonniers  aus dem Ausland arbeiten dürfen. Die Zahl kannwährend des Jahres nach Bedarf  bis höchstens 4.500 steigen. Hier handelt es sich nicht um die Immigranten nach Österreich, sondern um jene, die einige Monate im Jahr – während die Saison dauert – in Österreich arbeiten. 600 Ausländer  werden als Erntehelfer beschäftigt sein dürfen, was gleich wie im vergangenen Jahr ist.

Außerhalb der Zuwanderungsquote bleiben weiterhin: StaatsbürgerInnen der Union und AsylwerberInnen sowie hoch qualifizierte Personen aus Drittstaaten, die in Österreich mit rot-weiß-roter Karte arbeiten werden. Letztes Jahr gab es in dieser Gruppe 1.800 Menschen und man nimmt an, dass es auch 2018 ähnlich bleiben wird.

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