Achtung beim Schwammerlsuchen

18.03.2014

Auf der Erde sind mehr als 100.000 verschiedene Pilzarten bekannt. Aber wie kann man die essenbaren von den giftigen unterscheiden?
Bereits tausende von Jahren sammeln und verwenden Menschen Pilze als Nahrung. In den letzten Jahrzehnten stieg die Wichtigkeit der Schwammerln sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Industrie und Medizin stark an. Aufgrund des großen Eiweißgehalts sind Pilze sehr wichtig für die Ernährung des Menschen, dies sieht man auch am jährlichen Pilzverbrauch weltweit, welcher mehrere Millionen Tonnen beträgt. Der Mensch kann mit freiem Auge circa 2.500 Pilzsorten unterscheiden, die verbleibenden sind nur unter dem Mikroskop erkennbar. Die Hauptfaktoren für die Unterscheidung der verschiedensten Schwammerlsorten sind die Farbe, Größte, Form, Struktur und Geruch. Giftige Pilze geraten oftmals zufällig zwischen die essbaren, welche zu schweren Vergiftungen und sogar dem Tod führen können.

Schwammerln im Wienerwald – giftig oder essbar?

Schwammerln können in der Umgebung von Wien ganzjährig gesammelt werden, allerdings ist es nicht immer einfach die genießbaren Sorten von den giftigen zu unterscheiden. Das Wiener Marktamt (MA 59) empfiehlt daher sich vor dem Pilzsammeln gut über die verschiedenen Sorten zu informieren. Im Falle von Unsicherheit können sich die Schwammersammler, unter Voranmeldung, an die MA 59 wenden, wo sie kostenlose Beratung und Informationen von Experten gegeben. Zudem sollte man darauf achten, nicht alle Schwammerl in und rund um Wien einzusammeln, da viele Sorten das Grundnahrungsmittel für manche Tiere darstellen. In den letzten Jahren konnte man einen Anstieg der Zahl an Sammlern aus Südosteuropa bemerken, für welche es ein „gutes Geschäft“ ist, nach Wien zu kommen um Pilze für den Verkauf zu sammeln, da einige Sorten bis zu 60 Euro/kg wert sind. In Österreich ist das Pilzsammeln gesetzlich erlaubt, solange der Landbesitzer seine Zustimmung gibt, allerdings gibt es eine Begrenzung von 2kg Schwammerln pro Tag.

Mehr Informationen über die verschiedenen essbaren und giftigen Pilzsorten können Sie auf der offiziellen Seite der Stadt Wien finden: http://www.wien.gv.at/wirtschaft/marktamt/pilze/index.html

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