“Ajvar und Sterz” verzauberte das Publikum

16.10.2013

Balkan-Ethnomusik in der Bank Austria
Anlässlich der „Kulturtage von Bosnien und Herzegowina in Wien“, die am 10. Oktober anfingen und bis 17. November andauern, hatte das Publikum die einzigartige Möglichkeit, das Konzert unter dem Namen „Ajvar und Sterz“ der bosnisch-herzegowinischen Sängerin, Nataša Marković, und dem österreichischen Künstler, Matthias Loibner zu erleben.

Das Konzert, welches am 10. Oktober in der Bank Austria stattfand, besuchten zahlreiche AnhängerInnen der Ethnomusik, sowohl vom Balkan als auch aus ganzem Österreich. Diesen Kulturevent eröffnete die Botschafterin von Bosnien und Herzegowina, Dr. Tanja Milašinovć Martinović. In ihrer Eröffnungsrede drückte sie ihre große Zufriedenheit darüber aus, dass Bosnien und Herzegowina die wunderschöne Gelegenheit bekam, die Kultur und Sitten dem österreichischen Publikum näher zu bringen.

„An der Organisation der „Kulturtage von Bosnien und Herzegowina in Wien“ wurde drei Monate intensiv gearbeitet. Wir luden unsere Künstlerinnen und Künstler, welche in Österreich sowohl berufstätig als auch sind, ein, an unserem Projekt teilzunehmen. Es ist mir eine große Ehre, dass sie uns entgegenkamen“, aussagte die Botschafterin, Dr. Tanja Milašinovć Martinović, für das Portal Dijaspora.tv. „Bosnien und Herzegowina hat eine lange, gemeinsame Geschichte mit Österreich und liegt, geographisch Betrachtet, in unmittelbarer Näher. Ich bin froh, dass mittels der Kulturtage folgende Botschaft übermitteln können: wir sind hier, wir leben hier und haben viel Gutes zu bieten.“

Das Publikum lobte sowohl die Organisation als auch das Konzert, von Sängerin Nataša Mirković und Künstler Matthias Loibner, in höchsten Tönen. Das Repertoire beinhaltete, neben bosnisch-herzegowischen Liedern auch Lieder aus Serbien, Mazedonien, Bulgarien und Albanien. „In meiner Seele bin ich eine Ethno-Musikologin und daher viel mehr an Dorf- als an Stadtmusik interessiert.“, sagte uns die Sängerin, Nataša Mirković."Die Menschen auf dem Land haben wunderschöne Geschichten und Musik, ihre Musik, welche sie auf eine zauberhafte Weise vortragen, ist ein großer musikalischer Schatz. All diese Lieder „flossen“ einfach in mein Repertoire ein.“, erklärte die Sängerin, die sich seit Jahren neben der klassischen auch mit Ethnomusik beschäftigt.

Mittels schauspielerischen Interpretation illustrierte Nataša Mirković dem österreichischen Publikum die Handlung und den Sinn der balkanischen Lieder, dies brachte Lebendigkeit und Vielfalt ins Konzert, was sowohl Österreicher als auch die Menschen vom Balkan tief bewegte. Die Interaktion mit ihrem Publikum belebte das Konzert und unterstrich die Einzigartigkeit von bosnisch-herzegowinischer Musik. Matthias Loibner begleitete dern Gesang von Nataša Mirković auf der Drehleier. „Ein Name für dieses Instrument existiert in bosnischer, kroatischer oder serbischer Sprache nicht. Das Instrument existiert auf dem Balkan auch nicht. Im Englischen heißt es hurdy-gurdy. Vielen Menschen aus den balkanischen Ländern ist das Instrument aus der Ukraine bekannt und seine berühmtesten Erscheinungsformen stammen aus Frankreich und Spanien, wo es den Namen zanfona trägt.“ so die Sängerin.

Die Mischung aus verschiedenen Ethnoklängen, Emotionen und vielseitigem künstlerischen Charakter, die das bosnische Ajvar und den österreichischen Sterz erfolgreich zusammenführten, überzeugten das Publikum. Zweifellos war das Konzert eine Bereicherung für den Körper und die Seele all derjenigen, die das Konzert besuchten.
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Dijaspora