Arbeit an Feiertagen freiwillig und doppelt entlohnt

09.12.2014

Obwohl Österreich über ein sehr fortschrittliches Arbeitnehmerschutzgesetz verfügt, sind die Beschäftigten allerdings nicht immer mit ihren Rechte bezüglich Arbeiten am Feiertag vertraut.

Die gesetzliche Feiertage während in der Weihnachtszeit sind der 8., 24. und 25. Dezember, sowie der 1. Jänner. Trotzdem arbeiten viele Beschäftigte an diesen Tagen wobei es in der Gastronomie fast keine Feiertage gibt.

Beispielsweise, am Montag, den 8. Dezember, haben 90% der Beschäftigten im Handelssektor gearbeitet. Viele ÖsterreicherInnen haben den Feiertag für die Weihnachtseinkäufe genützt, weshalb es auch zu großem Menschenandrang in großen Einkaufszentren, wie z.B. der SCS Vösendorf oder Parndorf, kam.

Obwohl Arbeiten am Feiertag nicht ausschließlich verboten ist, kann der Arbeitgeber den Beschäftigen nicht zum Arbeiten zwingen. Die Arbeitnehmer haben die Möglichkeit ohne Konsequenzen zu entscheiden, ob sie am Feiertag arbeiten werden oder nicht. Falls sie sich allerdings dafür entscheiden, so müssen sie dafür doppelt entlohnt werden. Dies bedeutet daher, dass eine Arbeitsstunde am Feiertag wie zwei normale Arbeitsstunden verrechnet wird.

In der Praxis sieht die Situation aber anders aus. Oft passiert es, dass die Arbeitsstunden während der Feiertage weniger bezahlt oder schlecht verrechnet sind. Deswegen wird den Beschäftigten stark empfohlen die Verrechnung ihrer Arbeitsstunden zu kontrollieren und bei eventuellen Fehlern sofort zu reagieren. Alle in Dezember geleistete Feiertagarbeitsstunden müssen bis spätestens 31. Jänner ausbezahlt werden.

Es sollte auch klar sein, dass es einen Unterschied zwischen Feiertagszuschlag und Feiertagsüberstunden gibt. Der Feiertagszuschlag ist der schon erwähnte doppelte Stundenlohnlohn und Feiertagsüberstunde bedeutet Arbeit am Feiertag außerhalb der üblichen Arbeitszeit und wird anders verrechnet.

Offiziellen Daten über Arbeit am Feiertagen gibt es nicht, aber laut Analysen von Statistik Austria arbeiten am Samstagen 1,2 Millionen und am Sonntag 653.300 Menschen.

Dijaspora