Die Zahl der ausländischen Studenten in Österreich um 23% gestiegen

03.03.2015

Österreichische Universitäten sind bei ausländischen Studenten, auch bei jenen aus dem ehemaligen Jugoslawien, sehr beliebt.

 Innerhalb von fünf Jahren ist die Zahl der Studierenden mit einem ausländischen Pass an den österreichischen Universitäten und Hochschulen von 74.000 auf über 91.000 gestiegen.
Das ist der Antwort des Wissenschaftsministers Reinhold Mitterlehner auf eine parlamentarischen Anfrage des Team Stronach zu entnehmen.

Die meisten Studierenden im Wintersemester 2013 kamen aus Deutschland (35.701, ein Plus von 32% gegenüber 2009). An 4. Stelle liegt Bosnien-Herzegowina mit 3.117 Studenten (-4,2%), Kroatien ist an 6. Stelle mit 2.582 Studenten (+30,8%), und Serbien an 8. Stelle mit 2.112 Studenten (+20,8%).

28 Prozent der befragten Ausländer gaben an, hier bleiben zu wollen, 24 Prozent erklärten, in ihre Heimat zurück oder weiterziehen zu wollen, 49 Prozent hatten noch keine konkreten Vorstellungen. Am höchsten ist die Bleibe-Absicht bei Studierenden aus den Ländern Ex-Jugoslawiens (43%) und Osteuropas (39%). Am geringsten ist sie bei Südtirolern (17%) und Deutschen (22%), den mit Abstand größten Gruppen ausländischer Studierender.

Die Zahl der ausländischen Absolventen an den Universitäten legte in den vergangenen Jahren enorm zu. Im Studienjahr 2012/13 schlossen 8134 Ausländer ihr Uni-Studium ab, das ist fast eine Verdoppelung gegenüber 2008/09 (4308). Die Zahl der österreichischen Absolventen stieg in dieser Zeitspanne um etwas mehr als ein Viertel (von 22.924 auf 29.178).

Die Studiendauer von Ausländern ist geringfügiger kürzer: Sie brauchen für ein Bachelor-Studium an der Uni im Schnitt 7,7 Semester (Gesamt: 8,0), für ein Diplomstudium 13,3 Semester (Gesamt: 13,8), für ein Masterstudium 5,3 Semester (Gesamt: ebenfalls 5,3) und für ein Doktorat 8,2 Semester (Gesamt: 8,6).

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