Der Serbenball in Wien: „Hl. Sava-Ball“- Der Glanz des serbischen Kulturerbes

26.01.2015

Der diesjährige Der Serbenball in Wien - „Hl. Sava-Ball“ ist, wie kein anderer zuvor, seinem Ruf als die wichtigste serbische Kulturveranstaltung in Wien gerecht geworden, die auf die beste Art und Weise das Kulturerbe des serbischen Volkes, aber auch dessen unzertrennlichen Bande zur Heimat sowie die engen Beziehungen zur österreichischen Hauptstadt unter Beweis stellt.

Am Samstag, den 24. Jänner, ging im Wiener Parkhotel Schönbrunn der 18.“Hl. Sava-Ball“, der Ball der serbischen Community, über die Bühne. Das Interesse in der serbischen Community in Österreich, aber auch darüber hinaus, für den diesjährigen „Hl. Sava-Ball“ hat alle Erwartungen übertroffen.
Die vorzügliche Lokation, die ausgezeichnete Organisation durch das Serbische Zentrum und den Dachverband für serbische Vereine in Wien, Agentur IdeaPro, Dijaspora TV  und die namhaften Künstlerinnen und Künstler aus Belgrad und Wien waren ein Garant für einen gelungenen Abend.
Die Eröffnungszeremonie wurde von der Moderatorin, Anica Dobra, einer bekannten serbischen Schauspielerin, eingeläutet. Dann traten in den Saal einzeln die Ehrengäste ein: Frau Jasmina Mitrović-Marić, Abgesandte des serbischen Präsidenten Tomislav Nikolić, S.E. Herr Pero Janković, Botschafter der Republik Serbien in Österreich, seine Eminenz Herr Andrej, Bischof der serbisch-orthodoxen Kirche in Österreich und der Schweiz, Herr Zlatan Klokić, Minister für wirtschaftliche Beziehungen und regionale Zusammenarbeit in der Regierung der Republik Srpska, Frau Anica Matzka-Dojder, Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete (SPÖ) in Vertretung der Integrationsstadträtin Frau Sandra Frauenberger, Herr Dr. Manfred Matzka, Sektionschef im Bundeskanzleramt, Herr Dr. Eduard Schöck, Gemeinderat und Landtagsabgeordneter (FPÖ), serbischer Verteidigungsattaché, Oberstleutnant Goran Jeremić und der Verteidigungsattaché von Bosnien-Herzegowina, Oberst Slobodan Tanasilović, Herr Mag. Mladen Filipović, Leiter der Vertretung der Republik Srpska in Wien, Herr Zoran Aleksić, Obmann des Dachverbandes für serbische Vereine in Österreich, Herr Vladan Životić, Direktor des Nationalensembles „Kolo“ und Herr Dušan Vidaković, Eigentümer und Herausgeber der Tageszeitung „Vesti“.
Unter den Ehrengästen waren auch: Herr Dr. Haydar Sari vom Kulturamt der Stadt Wien (MA 7), Herr Fritz Strobl, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Wien, Frau Franziska Healy-Butz vom SPÖ-Integrationsbüro, Herr Dr. Wolfgang Rohrbach, Historiker und Publizist, sowie zahlreiche Vertreter des Diplomatischen Korps. Anwesend war auch das Team des Films „Der kleine Budo“, der derzeit in Wiener Kinos läuft.

Herr Milorad Mateović, Obmann des „Serbischen Zentrums“ stand an der Spitze des Organisationskomitees, in dem auch Herr Borislav Kapetanović, Frau Vesna und Herr Ljubiša Dimitrijević, Herr Velimir Agovski und Herr Dejan Didić waren.
Nach dem Anzünden der Festkerze sagte Bischof Andrej, unter anderem, das serbische Volk habe eine lange und schwere Geschichte hinter sich, es sei ihm aber gelungen, seine Tradition und Kultur zu wahren, was auch der „Hl. Sava-Ball“ in Wien beweise.
Bürgermeister Dr. Michael Häupl, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, sagte in seiner Grußbotschaft u.a.: “ Mit dem Ball der Serben in Wien lebt schon seit einigen Jahren eine Tradition auf, die ihre Wurzeln tief im 19. Jahrhundert hat, gab es doch immer schon einen regen Kontakt zwischen Wien und Serbien.“
Nachdem die Hl. Sava-Hymne intoniert wurde, begrüßte Herr Dr. Kurt Stürzenbecher, in Vertretung des Wiener Bürgermeisters, Dr. Michael Häupl, die Ballbesucher.
Traditionell wurde der Ball mit der Aufführung der Serben-Quadrille, welche von Johann Strauß Sohn, auf Auftrag des Fürsten Miloš Obrenović, der damals in Wien lebte, komponiert wurde. Dank der vorzüglichen Aufführung durch die Tanzgruppe „Karadjordje“ aus Wien, wirkte die Serben-Quadrille diesmal besonders anmutsvoll, nicht zuletzt auch wegen der serbischen Volkslieder, deren sich Johann Strauß Sohn beim Komponieren bedient hatte.
Für den Wiener Walzer war die Tanzschule „Immervoll“ zuständig.

Herr Milorad Mateović begrüßte die Ballbesucher und Ehrengäste im Namen des Organisationskomitees und verlieh seiner Freude darüber Ausdruck, dass der diesjährige Ball einer der glamourösesten bis jetzt sei. Gastgeber des heurigen Balles war, neben Mateović, auch Herr Borislav Kapetanović, Obmann des Dachverbandes für serbische Vereine in Wien, der die Gäste auf Deutsch begrüßte und allen eine unvergessliche Ballnacht wünschte.
Nach dem traditionellen Kommando „Alles Walzer“ betraten bereits die ersten Tanzpaare die Tanzfläche. Dank dem sehr gut gestalteten Programm, konnte man bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen tanzen.
Eine besondere Faszination verlieh dem Abend die Tanzgruppe des serbischen Vereins „Branko Radičević“, die den Bojarka-„ und den „Königstanz“ aufführte. Der Sieger des letzten serbischen Europafolklorefestivals, der Wiener Verein „Stevan Mokranjac“, begeisterte die Ballgäste zu Mitternacht mit einem Reigen von Volkstänzen aus Mittelserbien.
Die, aus Belgrad angereisten Solisten des Folkloreensembles „Lola“ mit ihrem „Liebestanz der Roma“ und der ausgezeichnete Sänger Ivan Bosiljčić, der u.a. auch einige Romalieder sang, sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre im Ballsaal.

Ballprogramm

Die Liste der Künstlerinnen und Künstler aus Belgrad war wahrlich impressiv: Suzana Šuvaković-Savić, Anica Dobra, Ivan Bosiljčić, Vojkan Borisavljević, Čeda Marković, Ranko Jović, Biljana Petković, Zorana Guja, Orchester „Beogradski solisti“, Tanzsolisten von AKUD „Lola“, dazu kommen auch die TeilnehmerInnen aus Wien wie die Tanzschule „Immervoll“, und die Tanzgruppen der serbischen Vereine „Branko Radičević“, Karađorđe“ undi „Stevan Mokranjac.
Für eine gute Stimmung sorgte auch das Orchester unter der Leitung von Vojkan Borisavljević.

Mehr als 500 Gäste genossen die Musik, den Tanz und die tolle Ballatmosphäre.
Auch die Künstler selbst sind von dieser Veranstaltung begeistert, die in den Wiener Ballkalender aufgenommen wurde, und über die ganz Europa spricht.
Die Balltombola bezweckte zwei Ziele. Es war eine Möglichkeit, die serbischen Kurbäder vorzustellen, daher waren auch die Hauptpreise verlängerte Wochenenden in zahlreichen Hotels und Kurbädern in Serbien. Zum anderen hatte die Tombola auch einen humanitären Charakter. Ein Teil der Einnahmen wird auf das Konto des Serbischen Roten Kreuzes überwiesen.
Der beste Beweis für den Erfolg des diesjährigen „Hl. Sava-Balles“ in Wien ist die Tatsache, dass sich viele Gäste schon erkundigt haben, wie sie die Eintrittskarten für den nächsten Ball reservieren können.
Nachdem unsere Dijaspora TV, als einer der Hauptmediensponsoren des Balls, erfolgreich ihren Teil der Arbeit getan hat, laden wir Sie hiermit herzlich zum nächsten „Hl. Sava-Ball“ im Jahr 2016 ein.

Dijaspora