Bus in Wien zweimal am selben Tag aus dem Verkehr gezogen

21.03.2018

Täglich verkehren  zwischen Österreich und dem ehemaligen Jugoslawien Hunderte von Linienbusen. Die meisten entsprechen den gesetzlichen Vorschriften, aber es findet sich immer wieder das eine oder andere „schwarze Schaf“, wie dieser Tage in Wien, als aus ein Serbien kommender Linienbus  gleich zwei Mal am selben Tag wegen grober Mängel aus dem Verkehr gezogen wurde. Eine eigene Geschichte ist der Personentransport mit Minibusen.

Dieser Tage wurde in Wien ein serbischer Linienbus gleich zwei Mal am selben Tag aus dem Verkehr gezogen. Der Bus war zur Endstation in der österreichischen Hauptstadt unterwegs, als er von der Polizei zur Routinekontrolle angehalten wurde, weil er bereits auf den ersten Blick eher einem Schrottbus ähnelte, als einem Verkehrsmittel, der für den grenzüberschreitenden Transport von Personen im  vorgesehen ist.

Bei der technischen Überprüfung wurden 28 schwere Mängel festgestellt, gleich acht davon begründeten eine Kennzeichenabnahme. So war die Feststellbremse fast funktionslos, ein Stoßdämpfer war abgerissen, außerdem stellten die Beamten teilweise weggerostete und fehlende Rahmen und Querträger fest. Die Kennzeichentafeln wurden eingezogen. Außerdem wurde vom Fahrer eine vorläufige Sicherheitsleistung von 3.100 Euro eingehoben.

Wenige Stunden später fiel  einer Polizeistreife ein Bus ohne Kennzeichen auf. Erraten! Es war derselbe Bus von vorhin! Und am Lenkrad derselbe Busfahrer! Erneut wurden 2.000 Euro Sicherheitsleistung eingehoben. Dieses Mal verhinderten die Beamten eine Weiterfahrt und legten Radklammern an.

Minibustransporte – eigene Geschichte

Auf zahlreichen Strecken zwischen den Städten in Österreich und dem ehemaligen Jugoslawien verkehren auch Minibusse mit 9 und mehr Sitzen bzw. Kombifahrzeuge mit weniger als 9 Sitzen.  Einige von ihnen üben dieses Gewerbe legal aus, die meisten tun das illegal. In Serbien versucht der Staat hier Ordnung zu schaffen, nicht nur weil das gegen die Gesetze verstößt, sondern weil auch die professionellen Transportstandards nicht eingehalten werden. So gibt es oft zu wenige Fahrer bei einer längeren Strecke, was zur Ermüdung mit Verkehrsunfällen mit fatalen Folgen führen kann. Außerdem sind die Passagiere bei diesen Transporten nicht unfallversichert.

Letztes Jahr wurde in Serbien ein Gesetz beschlossen, mit dem der Transport von Passagieren mit Fahrzeugen mit weniger als 9 Sitzplätzen verboten wurde. Dies gilt auch für Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen.  Bei Verstößen können die Kennzeichen und der Führerschein des Fahrers bis zu drei Monaten eingezogen werden. Geplant sind auch verstärkte Kontrollen auf den Straßen und an den Grenzübergängen sowohl für Fahrzeuge mit, als auch für jene mit weniger als 9 Sitzplätzen.

Dijaspora