Diaspora: Geldüberweisungen aus Österreich nach Serbien gehören zu den Top 10 der Welt

21.11.2013

Serbien erhielt 6 Milliarden Dollar aus der Diaspora, diese Geldüberweisungen aus Österreich nach Serbien gehören zu den Top 10 der Welt.

Nach den Auswertungen der Weltbank hat die Republik Serbien sechs Milliarden Dollar über informelle Kanäle erhalten. In den meisten Fällen handelt es sich um kleiner Geldsummen von 250 bis 300 Euro, welche die Menschen in der Diaspora ihren Verwandten im Herkunftsland schicken. Als Vergleich, das Bruttosozialeinkommen Serbiens im Jahre 2012 betrug circa 37 Milliarden Dollar.

Es wird geschätzt, dass jeder fünfte serbische Staatsbürger einen engeren Verwandten im Ausland hat, welcher finanziell aushilft. Um die 800.000 serbischen Staatsbürger sind sogar von dieser finanziellen Unterstützung aus der Diaspora abhängig, das meiste Geld kommt aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, den USA und Frankreich. Aufgrund der hohen Überweisungskosten von größeren Summen, entscheidet sich die Mehrheit für informellen Geldverkehr über Verwandte bzw. Transportservices.

Ebenso ist die genau Anzahl der serbischen StaatsbürgerInnen, welche im Ausland leben, unbekannt. Diese Faktoren erklären, warum sich die genaue Ziffer der Geldüberweisungen nach Serbien nicht eruieren lässt.

Definitiv klar ist jedoch, dass die Geldüberweisungen um ein mehrfaches höher, als die Investitionen in Serbien selbst, sind. Dies stellt ein großes Problem für die Wirtschaft dar. Serbien gehört daher zu jenen Ländern, welche ihre Diaspora nicht für wirtschaftlichen Aufschwung nutzt. Die Gründe hierfür sind vielfältig, jedoch wird die langsame und teure Bürokratie zumeist als Hauptgrund für mangelnden Investitionen gesehen. Man kann nicht abstreiten, dass keine Investitionen in Serbien getätigt werden, jedoch ist auch diese Ziffer unbekannt.

Wann wird es ein entsprechendes Klima für Investitionen der Diaspora geben und wann werden diese von der Republik Serbien als Potential anerkannt? Diese Frage stellt sich schon seit mehreren Jahren. Die Diaspora wartet stumm, hat sie vielleicht die Lust verloren? Bis zur Beantwortung dieser Fragen kann man jedoch sagen, dass die serbische Diaspora, die Republik Serbien mithilfe von Geldüberweisung an ihre Verwandten „ernährt“.

Dijaspora