Erweiterung des Videodolmetschservice

15.10.2014

Nach der erfolgreichen Einführung in einigen Wiener Krankenhäusern wird das Videodolmetschservice nun auch in Gefängnissen und AIDS-Zentren bereitgestellt.
Das Pilotprojekt “Videodolmetschservice” wurde vor circa einem Jahr in fünf Wiener Krankenhäusern eingeführt. Die Idee dahinter ist, dass DoktorInnen und PatientInnen mit geringeren Deutschkenntnissen mittels einem Videodolmetscher auf Bosnisch/Kroatisch/Serbisch und Türkisch sprachbarrierenfrei kommunizieren können. Neben besserer und einfacheren Behandlung gibt der Übersetzungsservice den PatientInnen auch ein größeres Gefühl der Sicherheit.

Die Evaluierung des Pilotprojektes zeigte einen großen Erfolg und daher wird das Videodolmetschsservice langsam aber sicher in den alltäglichen Gebrauch eingeführt. Die Übersetzungen via Video erwiesen sich als sehr praktisch und kostengünstiger als Dolmetscher vor Ort. Die Projektleiterin Maria Kletecka-Pulker plant daher auch die Erweiterung des Sprachangebots: Die Idee ist: Umso mehr mitmachen, umso mehr Dolmetscher drinnen sind, desto mehr wird der Sprachenpool erweitert, dann können auch seltene Sprachen zugerufen werden.”

Für den Erfolg des Projektes spricht auch die Tatsache, dass dieses nun auch in einigen Gefängnissen und AIDS-Zentren eingeführt wird. Kletecka-Pulker sieht die besondere Notwendigkeit des Videodolmetschen vor allem im sozialen Sektor:”Man kann miteinander kommunizieren und die Behandlung wird effektiver”

Das Videodolmetschservice ist besonders ökonomisch und rechtssicher, daher könnte auch die Polizei, z.B. in der Kommunikation mit Asylantinnen profitieren.

Mehr über den Beginn des Pilotprojektes finden Sie im bereits veröffentlichten Artikel von DijasporaTV.

Dijaspora