Generelles Rauchverbot in Lokalen?

04.09.2014

Die neue Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser setzt sich für ein generelles Rauchverbot in allen Lokalen Österreichs ein. Dieser Vorschlag stieß auf sofortige Gegenreaktion seitens der GastronomievertreterInnen.
Europaweit ist ein generelles Rauchverbot bereits zur Norm geworden. In Österreich wurde ein Kompromiss gefunden, welcher den Lokalen ermöglicht sich in einen Raucherbereich und Nichtraucherbereich zu teilen. Sollte das Geschäftslokal weniger als 50 m2 Fläche verfügen, so kann der Besitzer selbst entscheiden ob sein Lokal rauchfrei wird oder nicht.
Die neue Ministerin Sabine Oberhauser setzt sich stark für ein komplettes Rauchverbot in ganz Österreich ein. Sie schlägt vor das, das Rauchen innerhalb der nächsten 5 Jahre komplett verboten wird. Sie möchte damit nicht nur die Nichtraucher, sondern auch die Angestellten in der Gastronomie schützen.

Reaktion der Gastronomie

Die WirtschaftsvertreterInnen, vor allem aus dem Gastronomiesektor, sprachen sich sofort gegen diesen Vorschlag aus. Vorsitzender des Gastronomiesektros in der WKÖ, Helmut Hinterleitner, führte an, dass bezüglich des Rauchverbotes in Österreich eine optimale Lösung gefunden worden sei, für welche uns einige Länder beneiden würden. Daher gebe es keine Notwendigkeit dies zu ändern, vor allem da es in anderen Ländern der EU den Trend gebe, dass ein komplettes Rauchverbot zum Schließen von vielen Lokalen führe.

Nicht der erste Versuch

Sabine Oberhauser ist nicht die erste Gesundheitsministerin die versucht ein komplettes Rauchverbot einzuführen. Auch schon ihr Vorgänger, Alois Stöger (nun Infrastrukturminister), setzte sich erfolglos für ein österreichweites Verbot ein.

Dijaspora