Serbische Vereine in Wien: Präsentation der zweisprachigen Monographie

31.10.2016

In der Diplomatischen Akademie im 4. Wiener Bezirk wurde die zweisprachige Monographie „45 Jahre serbische Vereine in Wien“ vorgestellt. Bei der Gelegenheit wurde auf die Bedeutung der Selbstorganisation der Serben in Wien hingewiesen. Außerdem wurden Auszüge aus dem Dokumentarfilm „45 Jahre des Kultur- und Sportvereins Jedinstvo“ gezeigt.

Am Freitag 28.10.2016 wurde in der Diplomatischen Akademie in Wien die repräsentative zweisprachige Monographie „45 Jahre serbische Vereine in Wien“ vorgestellte. Die Gäste wurden begrüßt vom Herrn Borislav Kapetanović, Obmann des Dachverbandes für serbische Vereine in Wien, der das Buch herausgegeben hat, und Seiner Exzellenz Bischof Andrej von der Diözese Österreich-Schweiz der Serbisch-orthodoxen Kirche.
Über die Bedeutung der Selbstorganisation der Serben in der Diaspora sprachen Herr Vukman Krivokuća vom Serbischen Außenministerium – Abteilung für die Zusammenarbeit mit der serbischen Diaspora, und der Wiener Historiker Mag. Ljubomir Bratić. Die langjährigen Aktivisten Mićo Đekić und Niko Mijatović gingen auf die Anfänge der Vereinsgründungen Anfang der 1970er Jahre, aber auch auf die aktuellen Themen ein, die unsere Landsleute in Wien beschäftigen.
Herr Mag. Peter Floranschütz überbrachte herzliche Grüße im Namen der Stadt Wien, während Herr Mag. Darko Jurišić, Präsident der Serbischen Gemeinschaft in Österreich, den Wiener Vereinen zu ihrem Jubiläum gratulierte.
Im Rahmen der Präsentation wurden auch Auszüge aus einem Dokumentarfilm über das 45-jährige Bestandsjubiläums des Kultur- und Sportvereins “Jedinstvo“, des ältesten und noch aktiven serbischen Vereins nicht nur in Wien, sondern auch in ganz Österreich, gezeigt. Durch die Geschichte dieses Vereins sollen die Vereinsaktivitäten unserer Landsleute in Wien veranschaulicht werden.

Der Anlass für die Herausgabe dieser Monographie ist auch der 50. Jahrestag des „Abkommens zwischen der Republik Österreich und der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien über die Regelung der Beschäftigung jugoslawischer Dienstnehmer in Österreich“, das am 3. April 1966 in Kraft getreten war.

Das Buch selbst enthält auf rund 520 Seiten die wichtigsten Informationen über die Selbstorganisation der, zuerst jugoslawischen, und in der Folge der serbischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich von 1970 bis 1975. Der Leser hat, dank zahlreichen Fotos, Kopien von Unterlagen, Zeitungsausschnitten und Plakaten, die Möglichkeit, einen Einblick in das Leben unserer „Gastarbeiter“ in den vergangenen 50 Jahren in Wien zu bekommen. Ein besonderer Wert der Monographie besteht auch darin, dass alle Texte auch auf Deutsch veröffentlich wurden, so dass sie als eine wichtige Quelle zur Erforschung der Migrationsströmungen in Österreich als Hilfe die Wissenschaftler dieen kann, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
2016, Diaspora, Wien

 

 

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