Welche Drogen benutzen die WienerInnen?

05.12.2017

Der aktuelle Monitor zeigt, dass Wiener von allen Drogen am meisten Alkohol und Nikotin benuten. Bei den Illegalen zieht es sie zu Cannabis (Gras und Haschisch).

Laut den Ergebnissen der neuesten Umfrage über die Konsumation der legalen und illegalen Drogen, die alle zwei Jahre mit 600 Wienerinnen und Wienern durchgeführt wird (Schwankung+/- 4%), zehn  Prozent der Befragten konsumiert Alkohol täglich (2015 waren es 12%) und 20% strinkt zwei bis drei Mal wöchentlich (vor zwei Jahren 23%). Die Verteilung nach Geschlechtern zeigt, dass 15 Prozent Männer und 5% Frauen täglich trinken. Drei Prozent trinkt zu viel (4% Männer, 1% Frauen. Das tun am meisten Personen im Alter zwischen 15 und 29  sowie jene zwischen 40 und 49 Jahren.

Falls ein Drittel der Männer in Wien raucht täglich

Die Gesamtzahl der Raucher hat sich in zwei letzten Jahren nicht viel verändert, außer bei Frauen. 27% der Befragten raucht jeden Tag (2015 waren es 29 Prozent). Die Anzahl der Gelegenheitsraucher hat sich mit 12% nicht verändert. 32% der Männer gehört zu den echten Rauchern.Die Anzahl der Frauen, die täglich nach Zigaretten greifen hat sich aber von 27 auf 22% verringert. Die meisten Raucher findet man leider unter jungen Menschen zwischen 16 und 29 Jahren (33 %) sowie in der Altersgruppe der 30 bis 39-jährigen. Die Menschen zwischen 40 und 49 rauchen weniger (28%) und jene zwischen 50 und 59 Jahren zu 22 Prozent.

Von Cannabis zum Crystal Meth

24% der befragten WienerInnen konsumierte zumindest einmal im Leben Cannabis (Gras oder Haschisch). Ecstasy und Amphetamine benutzten zwischen 5 und 7 Prozent der Befragten, und zwischen 3 und 4% sagten, dass sie Opiate (Heroin, Opium, Morphin, Methadon), Kokain oder LSD probiert haben. Nur 1 der Wiener meinte, dass sie innerhalb der letzten 30 Tagen Opiate (Morphium, Heroin, Opium) verwendeten, während die anderen Drogen von unter 1% der Befragten benutzt werden. Männer haben generell mehr Erfahrungen mit illegalen Drogen als Frauen, bei denen das Bewusstsein bezüglich der Risikos offensichtlich besser entwickelt ist.

Abhängigkeit von Rauschmitteln ist eine „Krankheit“

Die Situation in Wien ist – was Drogen betrifft – stabil: vier von 10 Befragten meinten, dass sie in der nahen Vergangenheit keine Veränderungen bemerkt haben. Jeder fünfte sagte, dass die Situation besser sei, und ein Drittel ist der Meinung, dass es damit schlechter gehe. 84 Prozent der befragten Wiener vertritt die Meinung, dass die Abhängigkeit von Drogen (wie vom Spielen oder Internet) eine Krankheit sei und kein kriminelles Verhalten bedeute.

 

Dijaspora