Zwei Jahren Sicherheitsoffensive bei den Wiener Linien

16. Aug 2019 in 00:52

Seit zwei Jahren achtet der Sicherheitsdienst der Wiener Linien darauf, dass in den Stationen und Fahrzeugen die Hausordnung eingehalten wird.

Die Wiener Linien sind sehr beliebt bei den Wienerinnen und Wienern. Immer mehr Menschen steigen auf die öffentlichen Verkehrsmittel um. Sie transportieren täglich 2,6 Millionen Fahrgäste, im Jahr 2017 waren es fast eine Milliarde. Auch die Sicherheit der Gäste ist den Betreibern ein großes Anliegen. Mehr als 300 Sicherheitsdienst- und Service-Mitarbeiter sind im Wiener U-Bahn-Netz unterwegs. 

(c) Wiener Linien

Das Security-Team kümmert sich um die Einhaltung der Hausordnung. Ziel ist es, in schwierigen Situationen deeskalierend einzugreifen. Sie verweisen jene Menschen der Stationen und Züge, die sich dort nicht zu Beförderungszwecken aufhalten, andere Fahrgäste belästigen oder sich nicht an die Hausordnung halten.

Das dürfen die Security-Mitarbeiter:

  •         Ein Pfefferspray zum Eigenschutz mitführen, der soll allerdings nur im Notfall zur Anwendung kommen.
  •         Die Einhaltung der Hausordnung überprüfen, also etwa das Rauchverbot oder das Fahren mit Skateboard im Stationsbereich.
  •         Jene, die sich nicht konform verhalten, zum Aussteigen oder Verlassen der Station auffordern.
  •         Personen anhalten bis zum Eintreffen der Polizei wenn eine strafbare Handlung vorliegt.

Das dürfen sie nicht:

  •         Hilfssheriffs spielen. Artet eine Situation aus, wird die Polizei gerufen.
  •         Tickets kontrollieren – dafür sind weiter die „Schwarzkappler“ zuständig.
  •         Ausweiskontrollen machen. Das tut im Notfall die gerufene Polizei.
  •         Eingreifen in gewalttätige Auseinandersetzungen, wie Schlägereien. Da wird die Polizei gerufen.

Sollte es Personen geben, die dauernd und immer wieder gegen die Regeln der Wiener Linien verstoßen, so besteht die Möglichkeit, dass ihnen die Jahreskarte nicht mehr ausgestellt wird.

Mehr Sicherheit durch Videoüberwachung

In den U-Bahn-Stationen sind als zusätzliche Maßnahme mehr als 2.700 Sicherheitskameras installiert. Sie haben eine präventive Wirkung und können bei Bedarf von der Polizei ausgewertet werden. Nicht angefordertes Videomaterial wird routinemäßig nach 48 Stunden gelöscht. 

Ausgewertet werden die Bilder von der Polizei, die Aufklärungsraten sind sehr hoch.

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