Gedenken an Zoran Djindjic

12.03.2018

Heute sind genau 15 Jahre seit der Ermordung des serbischen Premiers und Parteichef der Demokratischen Partei Serbien, Zoran Đinđić, vergangen, welcher am 12. März 2003 vor dem Sitz der serbischen Regierung ermordet wurde.

Mit dem heutigen Tag sind 15 Jahre seit der Ermordung des serbischen Premiers und Parteichef der DS (Demokratska stranka), Zoran Đinđić vergangen. Đinđić war der erste serbische Premierminister nach dem Fall des Milošević-Regimes im Jahr 2000. Zoran Đinđić wurde am 1. August 1952 in Bosanski Šamac geboren und hat zusammen mit seiner Frau Ružica zwei Kinder. Er begann sein Studium der Philosophie in Belgrad, wo er jedoch verhaftet und zu einem Jahr Gefängnis, zusammen mit einer Gruppe an Studenten aus Zagreb und Ljubljana, verurteilt wurde. Grund hierfür war deren Widerstand gegen das autoritäre Milošević-Regime. Nach dem Abschluss seines Studiums konnte er keine Arbeit in Serbien findet, weshalb er nach Deutschland auswanderte, wo er sein Promotion an der Universität von Konstanz ablegte. Nach Jugoslawien kehrte er erst nach 12 Jahren und dem Fall der Berliner Mauer zurück. In der Demokratischen Partei Serbiens war er seit 1989, als einer der Begründer und einflussreichster Parteipräsident, tätig.

Nachdem die Opposition bei Lokalwahlen im Jahr 1997 gewann und nach dem Streit mit dem Milošević-Regime wurde er der erste Bürgermeister Belgrads, welcher kein Mitglied der kommunistischen Partei war. Im Jahr 2000 leitete Đinđić die Kampagne der Opposition, welche mit dem Sturz von Milošević, am 5. Oktober, endete. Im Jänner 2001 übernahm er die Funktion des ersten serbischen Premierministers, welcher über keine kommunistische Vergangenheit verfügt. Während seines Mandates fanden der Prozess der Demokratisierung der Gesellschaft, sowie wichtige ökonomische und soziale Reformen in Serbien statt.

Ruhe in Frieden, lieber Zoran!

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