Mehrsprachigkeit soll in der Stadt Wien gefördert werden

25.03.2013

In der Stadt Wien soll die Mehrsprachigkeit gefördert werden, denn dabei handelt es sich um ein wichtiges Potenzial für die Zukunft. Aus diesem Grund wurde am Montag auch eine Enquete des "forum wien.welt.offen" zu diesem Thema abgehalten.

Das Forum ist das Nachfolgegremium der Wiener Zuwanderungskommission, in dem neben Experten nun auch politische Vertreter von SPÖ, ÖVP und Grünen sitzen. Dort werden Empfehlungen und Strategien im Umgang mit Zuwanderung sowie wachsender Mobilität erarbeitet.

In einer Enquete wurde vom Forum heute “Multilingualität & Verständigung” aufs Tapet gebracht und vor allem der Mehrwert von Mehrsprachigkeit in den Fokus gerückt. Es handle sich um ein zentrales Zukunftsthema, denn in Wien würden mehr als 250 Sprachen gesprochen, wie die für Integration zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (S) am Abend vor Journalisten betonte.

Dies sei eine Chance für Wien, die es zu ergreifen gelte. Das Forum wolle aufzeigen, wie Mehrsprachigkeit als Wirtschafts- und Wettbewerbsfaktor besser zum Tragen komme, unterstrich weiters der Forumsvorsitzende Thomas Oliva.

Im Rahmen des Pressegesprächs wurde auch das “forum wien.welt.offen”, das es seit 2012 gibt, vorgestellt. Dieses löste die Zuwanderungskommission ab, die bis 2011 ihren Dienst versah. In der Kommission waren nur Experten vertreten, die der Politik Empfehlungen gaben.

Im Forum sind hingegen mit Frauenberger und den Klubobleuten Rudolf Schicker (S), David Ellensohn (G) sowie Fritz Aichinger (V) auch Politiker mit von der Partie. Weiters sitzen u.a. der stellvertretende Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, Georg Kraft-Kinz, der in Teheran geborene Wiener Unternehmer Ali Rahimi oder die Vizerektorin der Wirtschaftsuniversität, Regina Prehofer, im Gremium.

Das Forum will Strategien, Empfehlungen und Handlungsanleitungen erarbeiten. Im Mittelpunkt steht dabei, wie Wien mehr aus seiner Internationalität und Diversität machen kann: Wie kann das Potenzial der Wiener mit internationalen Wurzeln freigesetzt werden, lautet etwa eine der zentralen Fragen.

Zu den inhaltlichen Stoßrichtungen des Forums, die weiterverfolgt und vertieft werden sollen, zählen u.a.: Wien soll sich plastisch verdeutlichen, wie die Stadt in zehn bis 20 Jahren aussehen und wie die Bevölkerung in ihr zusammenleben wird. Weitere Keywords sind: “Stolz werden auf internationale Wurzeln”, “Wahrnehmungen verändern” oder “Zur Teilhabe einladen”.

Die 14 Forumsmitglieder treffen sich regelmäßig, wobei Ideen entwickelt und Grundlagen für Strategien erarbeitet werden. Daneben werden auch Enqueten zu Themenschwerpunkten organisiert. Die erste derartige Veranstaltung hat heute stattgefunden. Im Spätherbst will das Forum ein Aktionsprogramm mit verschiedenen Projekten vorzustellen.

Dijaspora